Gestern fand ich diese Feder am Strand, als ich zum Ende meiner kleinen Klausurtagung den letzten Abend zum Sonnenuntergang am Strand saß.

Ich liebe Federn, denn sie sind in meinen Augen ein wahrliches Wunderwerk der Natur.

Zum einen sind sie wunderschön und laden mich ein, übe die Weite nachzudenken, angelehnt an eines der Lieblingsbücher meiner Mutter: „Die Möwe Jonathan.“

Aber noch mehr: Sie richten sich immer wieder auf. Sie sind ein Inbegriff von Leichtigkeit und tragen doch dazu bei, selbst große Vögel in der Luft schwebend zu tragen.

Wenn eine Feder zu sehr verbogen ist, kann sie sich nicht mehr in ihre ursprüngliche Form zurückbewegen.

Verbiegen geht nicht!

Und gleiches gilt auch für Menschen – Verbiegen gilt nicht, geht nicht.

Als Verantwortliche, wie z.B. Führungskraft, aber auch Personalentwickler oder Personalentwicklerin oder als Trainer, Coach etc., sowie Mutter und Vater, Pflegekraft und Mensch sollten wir dazu beitragen, dass Menschen in unserer Gegenwart und durch unser Wirken groß werden. Denn je mehr wir sind und sein dürfen, wer und was wir sind, je mehr sind wir in unserer Kraft, je erfolgreicher und authentischer sind wir.

„Wer ein Häkchen werden will, krümmt sich beizeiten“ – dieser Satz kommt mir manches Mal als Erziehungsprinzip in den Sinn, wenn ich manche Menschen sehe, wie sie mit anderen umgehen.

Verbiegen geht nicht!

Um andere Menschen in unserer Umgebung groß und aufrecht werden zu lassen, dürfen wir uns auch erlauben, dass sie größer werden als wir selber – wobei ich die innere Größe meine.

Was für eine wertvolle und schöne Aufgabe, um diese Welt besser zu machen: Zu einem Ort, an dem sich Menschen nicht verbiegen (müssen). Hochwertige Bildung, die individuelle Lernziele im Blick hat und Persönlichkeiten fördert, ist ein Teil davon.

In meinem Buch „Wir brauchen andere Trainings“ schreibe ich davon, wie das geht!